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DAS
KONZEPT
Inhalte | Didaktik | Gestaltung
Die Person als „Instrument der Arbeit“
Beratung ist ein Begegnungsgeschehen zwischen zwei Menschen oder innerhalb
einer Gruppe. Die hierfür hilfreichen Kenntnisse und Fähigkeiten
sind mit der jeweils handelnden Person und ihrem konkreten Verhalten aufs
engste verwoben; die Person kann in diesem Handlungsfeld nachgerade als
„Instrument der Arbeit“ angesehen werden. Von daher darf die
Entwicklung entsprechender Kompetenz nicht einfach als Vorgang der Information
und Anleitung verstanden werden. Vielmehr geht es um ein Denken, Verhalten
und Handeln, das sich im praktischen Tun niederschlägt. Es braucht
deshalb eben solches praktische Tun als Raum des Erlernens und Übens.
Dies wiederum bedeutet ein erfahrungsorientiertes Arbeiten. Es nimmt die
Situationen mit Beratungs-Charakter, für die qualifiziert werden
soll, in die Fortbildung hinein. Mit anderen Worten: Es vergegenwärtigt
im Hier und Jetzt der Fortbildung die Prozesse, Herausforderungen, Handlungsabläufe
und „Techniken“, die für Situationen mit Beratungs-Charakter
konstitutiv sind.
Lernorganisation
Die Unterstützungs- und Organisationsformen des Lernens sind differenzierend
und integrierend ausgerichtet. Das heißt: Die einzelnen Arbeitseinheiten
des Programms erschließen einerseits spezifische Modelle, Theoriebestände,
Untersuchungsergebnisse usw. und verknüpfen diese andererseits mit
der beruflichen Praxis der Teilnehmenden. Diese Verbindung von Inhalten
und direktem Anwendungsbezug wird methodisch angeregt und gefördert
durch praktische Übungen, durchlaufende Triaden zur Erarbeitung,
Überprüfung und Weiterentwicklung von Beratungskompetenzen sowie
praxiserschließende und gestaltende Aufgaben für die Zeit zwischen
den Modulen (als Transfer des Ertrags aus dem vorausgegangenen Modul oder
als Vorbereitung auf das kommende Modul).
Von der realen
Beratung zum Prozess des Lernens
Die damit gegebene Erfahrungsorientierung ist letztlich in der Sachstruktur
der Inhalte begründet: Die spezifische Charakteristik von „Beratung
als Lerngegenstand“ besteht darin, dass es um ein professionell
gestaltetes Beziehungsgeschehen zwischen Personen geht mit wechselseitigen
Wahrnehmungen und Reaktionen und außerdem mit spezifischen Interventionsformen
auf Seiten des Beraters/der Beraterin. Der Lerninhalt ist also durch eine
starke Prozesshaftigkeit geprägt. Soll die Art und Weise des Lernens
dem gerecht werden, darf sie um des Lerngegenstandes willen diesen nicht
nur abbilden („wir stellen dar, was Beratung ist und bedeutet“),
sondern ihr tatsächlich Raum geben („wir erfahren Beratung“).
Nur so entwickelt sich Verstehen und aus dem Verstehen heraus Wissen und
Können.
ZUM
WEITERLESEN
Prof. Dr. Jörg Knoll:
Beratung lernen durch
Beraten und Beraten-werden. Zur Didaktik von Fortbildungsangeboten für
Beratung >>
In: Gabriele Fellermeyer, Esther Herbrich (Hrsg.): Lebenslanges Lernen für
alle - Herausforderungen an die Bildungsberatung. Berlin: Karin Kramer Verlag
2006, S. 35-49
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ZUM WEITERLESEN
Knoll, Jörg: Lern- und Bildungsberatung. Bielefeld 2008.
DOWNLOADS
Entwurf einer Entschließung des Rates und der im Rat vereinigten Vertreter
der
Regierungen der Mitgliedstaaten über den Ausbau der Politiken, Systeme
und
Praktiken auf dem Gebiet der lebensbegleitenden Beratung in Europa
>>
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