Fachmodule

 

Die Methode der Kreativen Arbeitssuche in der Bildungsberatung

Immer mehr Menschen müssen oder wollen sich beruflich verändern, wissen aber nicht genau wie und wohin. Sie zweifeln an sich oder lassen sich von der Unübersichtlichkeit des Bildungs- und Arbeitsmarktes verunsichern. Erschwerend kommt hinzu, dass i.d.R. mehrere Bewerberinnen und Bewerber auf freie Stellen kommen und frustrierende Erfahrungen mit Ablehnung und Misserfolg gemacht werden. Bildungsberaterinnen und -berater stehen vor der Herausforderung, Ratsuchende in solchen Situationen mit Rat und Tat hilfreich zur Seite zu stehen. Aber wie? Auch perfekte Bewerbungsunterlagen ändern nichts an den Spielregeln. Die Methode der kreativen Arbeitssuche dreht „den Spieß um“: Statt klassischem Bewerbungstraining (das oft nicht erfolgreich ist) werden Menschen dazu angeregt, Eigeninitiative zu ergreifen, Kontakte zu knüpfen, Berufsfelder zu erforschen und Informationsgespräche zu führen. Es geht darum, Menschen zu ermutigen, sich ihrer Interessen, Fähigkeiten und Wünsche bewusst zu werden und diesen konsequent nachzugehen. Das Motto ist: agieren, nicht reagieren. Ungeahntes kann möglich werden! Ein inspirierendes und „querdenkendes“ Fachmodul, in der die Teilnehmenden die Methode an sich selbst „durchspielen“, um sie vor dem Weitergeben selbst zu erfahren!

Inhalte

  • Kreative Methoden der beruflichen „Bestandsaufnahme“
  • „Den Spieß umdrehen“: Das Konzept der kreativen selbstbestimmten Arbeitssuche
  • Fallbeispiele und die Übertragung der Methode auf die jeweilige Klientel
  • Erfahrungsberichte, Buchtipps, etc.

Durchführungsort

  • RQZ Bremen Die Methode der Kreativen Arbeitssuche in der Bildungsberatung

 

Diversität / Interkulturelle Kompetenz in der (Bildungs-) Beratung

In unserer Gesellschaft leben Menschen in den unterschiedlichsten Lebenswelten. Dabei stehen Beraterinnen und Berater vor der Herausforderung, sich auf diese Unterschiedlichkeiten (wie Migrationshintergrund, Religion und Weltanschauung, Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung) einzustellen und in Beratungssituationen flexibel, angemessen und wertschätzend zu handeln. Das Schlagwort „Diversität“ wird zu einem Schlüsselbegriff im Feld der Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung. Die Weiterbildung will Bildungsberaterinnen und -berater für das Thema plurale Lebenswelten sensibilisieren und ihre interkulturelle Kompetenz stärken.

Ausgehend vom Erfahrungshintergrund der Teilnehmenden werden gemeinsam Handlungsansätze für die Beratung entwickelt.

Inhalte

  • Diversitätssensible Beratung: Was ist das?
  • Interkulturelle Orientierung und Sensibilisierung: Was heißt eigentlich Kultur?
    Fremdheit und Interkulturalität | Perspektivwechsel | Stereotype und Vorurteile…
  • Handlungsansätze für die Beratungsarbeit: Interkulturelle Interaktion in der Beratung/ Bearbeitung konkreter Problemstellungen | Techniken und Ansätze in der interkulturellen Bildungsberatung

Das Ziel der Weiterbildung besteht darin, Bildungsberaterinnen und -berater für das Thema interkulturelle Kompetenz zu sensibilisieren und ihre interkulturelle Kompetenz zu fördern.

Durchführungsorte

Die Fachmodule werden in regionalspezifischer Schwerpunktsetzung von folgenden Regionalen Qualifizierungszentren angeboten:

 

Gesprächsführung in kritischen Beratungssituationen


 In unterschiedlichen Beratungssituationen kommt es immer wieder zu unerwarteten Situationen, die auch von Seiten der Beratenden als kritisch erlebt werden. Hier geht es darum, auch in solchen Situationen professionell und situationsgerecht handeln zu können. Dafür werden Kompetenzen der Konfliktklärung und erweiterte Kompetenzen der Gesprächsführung benötigt, um angemessen reagieren zu können.
Inhalte
  • Entwicklung geeigneter Interventionsmöglichkeiten, um in schwierigen Gesprächssituationen lösungsorientiert zu arbeiten
  • Grundlagen des Konfliktmanagements
  • Reflexion des eigenen Verhaltens
  • Klärung der eigenen Rolle
  • Modelle aus der Transaktionsanalyse um in schwierigen Gesprächssituationen das eigene Verhalten zu hinterfragen und den Gesprächspartner besser zu verstehen
  • Verständnis für Diversity in Beratungssituationen und der geeignete Umgang damit

Durchführungsort

  • RQZ Bremen Lebendig und wirkungsvoll beraten - Methoden in der (Bildungs-)Beratung (Termine)

 

 

"Ins Handeln kommen" - Stärkung der Handlungskompetenz von Ratsuchenden

Das kennen viele Beraterinnen und Berater: Die Ratsuchenden sind in der Beratung motiviert, tun sich aber schwer, die geplanten Schritte für ihre Ziele umzusetzen. Die im Englischen als „knowing-doing-gap“ bezeichnete Lücke zwischen Wissen bzw. Wollen und Machen ist eine Herausforderung im Beratungsprozess, die häufig vorkommt. Obwohl ein Veränderungsprozess von den Ratsuchenden selbst gewünscht ist, kommen manche „nicht in die Gänge“.

Das zweitägige Fachmodul „Ins Handeln kommen - im Handeln bleiben - Stärkung der Handlungskompetenz von Ratsuchenden“ vermittelt theoretisches Wissen und methodisches Handwerkszeug, um ihre Ratsuchenden noch gekonnter dabei zu unterstützen, in das für die gewünschte Veränderung notwendige Handeln zu kommen.

Inhalte:

  • Unterschiede zwischen Zielsetzung und Zielerreichung
  • Das motivations-psychologische Modell der Handlungsphasen (Rubikon-Modell)
  • "Berücksichtigung neurobiologischer Erkenntnisse zu bewusst und unbewusst gesteuertem Verhalten im konkreten Beratungsfall"
  • Methoden und Übungen zur Stärkung der Handlungskompetenz von Ratsuchenden
  • Einsatz praxistauglicher Materialien und Checklisten

Ausgehend von den Beratungserfahrungen der Teilnehmenden werden gemeinsam Handlungsansätze zur Stärkung der Handlungskompetenz von Ratsuchenden erarbeitet.

Durchführungsort

 

Methoden der (Bildung-)Beratung

Neue Wege beschreiten, sich Gestaltungsspielräume schaffen, interessante Methoden kennenlernen, seinen Methodenkoffer auffüllen: In diesem Seminaren erweitern Sie Ihr Repertoire und finden neue Zugänge zu Ihrem Gesprächspartner und den Inhalten, die Sie im Beratungsgespräch erarbeiten wollen. Sie bringen Beratungssituationen, die ins Stocken geraten sind, wieder in Fluss und lockern den beraterischen Alltag auf.

In diesem Fachmodul werden Methodenkenntnisse in der Beratung zu reflektiert, ausgebaut und durch neue Methoden- und Interventionskenntnisse erweitert. Das Angebot beinhaltet Methoden, die leicht zu vermitteln und zielgerichtet und situationsgerecht umzusetzen sind sowie wenig Vorbereitung benötigen. Die ausgewählten Methoden berücksichtigen zudem unterschiedliche Beratungsanlässe und Beratungsumfänge. Die Inhalte werden durch kollegiale Beratung und Supervision unterstützt.

Inhalte (Auswahl)

  • Möglichkeiten zum Einsatz von Methoden
  • Grenzen des Methodeneinsatzes und Hintergrundmodelle
  • Methoden für Einstiegs-, Vertiefungs- und Abschlusssituationen
  • Methoden für Einzel- und Gruppenberatung
  • Methoden für den sensiblen und konstruktiven Umgang mit Hemmnissen und Blockaden

Durchführungsorte

Die Fachmodule werden in regionalspezifischer Schwerpunktsetzung von folgenden Regionalen Qualifizierungszentren angeboten:

Online-Beratung

Die klassischen Formen der Bildungsberatung werden zunehmend ergänzt durch Angebote, die sich aus den Möglichkeiten der neuen Kommunikationsformen, wie E-Mail und Chat, ergeben. Dies verändert nicht worüber, sehr wohl aber in welcher Art wir kommunizieren und stellt Beratende vor neue Herausforderungen. Welche Möglichkeiten und welche Grenzen bietet die Online-Beratung? Welche verschiedenen Formate der sozialen Medien können wozu eingesetzt werden? Welche Besonderheiten müssen in der schriftlichen Email-Kommunikation beachtet werden? Gibt es besondere Methoden für die Online-Beratung? Welche rechtlichen Grundlagen müssen im Sinne des Datenschutzes und der Vertraulichkeit im Netz beachtet werden?

Inhalte

  • Einführung in die Grundlagen der Online-Beratung
  • Besonderheiten der digitalen Kommunikation
  • Auswirkungen auf das Beratungsgeschehen reflektiert
  • Methoden und Techniken der E-Mail-Beratung
  • Möglichkeiten und Grenzen
  • Rechtlichen Grundlagen im Sinne des Datenschutzes

Durchführungsorte

Die Fachmodule werden in regionalspezifischer Ausprägung von folgenden Regionalen Qualifizierungszentren angeboten:

 

Rechtliche Grundlagen der Beratung

Vertraulichkeit ist ein zentraler Grundsatz in der Beratung. Sie wird durch unterschiedliche rechtliche Normen geschützt. In der Praxis sind diese grundlegenden Vorschriften allerdings oft nicht bekannt, was leicht zu unbemerkten Rechtswidrigkeiten und unkalkulierbaren Risiken wie Datenschutzverstößen, zivilrechtlicher Haftung und Strafbarkeit führen kann. Um dieser Unsicherheit entgegenzuwirken werden im Workshop die rechtlichen Grundlagen zu Datenschutz und Schweigepflicht im Überblick dargestellt und anhand von Fallbeispielen werden insbesondere Grenzfälle diskutiert. Abschließend werden die Erfordernisse durch die Internetvernetzung betrachtet, insbesondere die Frage was bei Internetvernetzung und Onlineberatung zu beachten ist.

Inhalte

  • Rechtliche Grundlagen: Grundrecht auf Informationelle Selbstbestimmung, Datenschutzrecht, Strafrechtliche Schweigepflicht und Zeugnisverweigerungsrecht;
  • Der fachliche Grundsatz der Vertraulichkeit in der Praxis – Gefahren der Internetvernetzung und Abhilfemöglichkeiten: Besonderheiten bei Onlineangeboten, Typische Fallkonstellationen

Durchführungsort

  • RQZ Mainz Rechtliche Grundlagen der Beratung